In der Vorlesung werden die archäologischen Quellen der Früh-, Mittel- und Spätbronzezeit (etwa 20. bis 9. Jh. v.Chr.) behandelt und daraus kulturgeschichtliche Entwicklungen abgeleitet. Das zu dieser Zeit auch in Mitteleuropa weiträumig verbreitete Wissen um die Zinn-Kupfer-Metallurgie und die fest etablierten Netzwerke zur Verteilung deren Zwischen- und Endprodukte hatten entscheidenden Anteil an der zunehmenden Spezialisierung und Diversifizierung der frühen Menschen. Auf Grundlage der vorhandenen Quellenbasis, die außer durch Gräber und Siedlungen vor allem auch durch sog. Hortfunde gekennzeichnet ist, werden in diachroner Perspektive kulturelle Identitäten in bestimmten Räumen herausgearbeitet. Es wird darüber hinaus aufgezeigt, welche gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklungen für die jeweiligen Gemeinschaften erkennbar sind.

Kurs im HIS-LSF

Semester: WiSe 2026/27