Vertrauen durchzieht unser soziales, politisches und epistemisches Leben, häufig ohne dass wir es bemerken oder hinterfragen. Wir vertrauen Ärzt:innen, Institutionen, wissenschaftlichen Befunden, Partner:innen, Freund:innen und manchmal sogar Fremden. Seltener fragen wir jedoch, was es bedeutet, jemandem zu vertrauen und wodurch sich Vertrauen rechtfertigen lässt.

Das Seminar untersucht Vertrauen als Phänomen aus verschiedenen Perspektiven. Was unterscheidet Vertrauen von bloßer Verlässlichkeitserwartung? Welche Rolle spielen Verwundbarkeit, Risiko und Wohlwollen? Wie hängen Vertrauen und Misstrauen mit Wissen, Autorität und dem Zeugnis anderer zusammen? Welche Konsequenzen hat der Vertrauensverlust in Institutionen für Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt?

Kurs im HIS-LSF

Semester: WiSe 2026/27