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Jane Jacobs' Klassiker The Death and Life of Great American Cities (1961) zählt zu den einflussreichsten Werken der Stadtforschung und Planungstheorie. In diesem Seminar widmen wir uns einer intensiven Lektüre des Buches, diskutieren Jacobs' Kritik an der modernen Stadtplanung und versuchen, ihre Überlegungen auf aktuelle Herausforderungen der Stadtentwicklung in Münster zu beziehen.

 

Im Zentrum stehen Themen wie Urbanität, Nachbarschaft, Diversität und öffentlicher Raum. Jacobs stellte zentrale Annahmen der damaligen Stadtplanung grundlegend infrage. Sie wandte sich gegen funktionale Trennung, großmaßstäbliche Stadtsanierungsprogramme und technokratische Planungslogiken. Dem setzte sie Konzepte entgegen, die aus der genauen Beobachtung des städtischen Alltags sowie der Bedeutung lebendiger Nachbarschaften hervorgingen. Viele ihrer Überlegungen prägen wissenschaftliche und planerische Debatten bis heute und haben auch für gegenwärtige Herausforderungen der Stadtentwicklung nicht von ihrer Aktualität verloren.

 

Die Sitzungen werden maßgeblich von den Studierenden gestaltet. In Kleingruppen erarbeiten wir das Werk kapitelweise und verorten zentrale Argumente in der Münsteraner Stadtlandschaft. Ziel ist es, die historische Bedeutung des Textes kritisch zu reflektieren und seine Relevanz für aktuelle Debatten über Stadtentwicklung, Nachhaltigkeit und urbane Transformation herauszuarbeiten.

 

Kurs im HIS-LSF

Semester: WT 2026/27