Am Rande des journalistischen Felds gibt es seit jeher Grenzakteur*innen, "who originate from outside the boundaries of the traditional journalistic field, but whose work nevertheless reflects the socio-informative functions, identities, and roles of journalism” (Eldridge 2019, S. 858). Im Fokus aktueller Debatten stehen dabei vor allem news content creator oder Newsfluencer: "platformatised creators who operate according to the economic and cultural logics of online influencers to produce news content for participatory audiences" (Hurcombe 2024, S. 2). Für einige Menschen stellen solche Akteur*innen relevante News-Sources dar, in manchen Ländern erfahren sie sogar mehr Aufmerksamkeit als traditionelle Mainstream-Medien. Da der aktuelle Forschungsstand zu dieser Gruppe peripherer Akteur*innen allerdings noch nicht weit ausgebaut ist, bilden Newsfluencer*innen das perfekte Forschungsfeld für explorative, qualitative Forschung. Daher ist das Ziel dieses Seminars, dass die Studierenden entweder durch qualitative Inhaltsanalysen von News Creator*innen-Content oder aber durch qualitative Leitfaden-Interviews mit Rezipient*innen neue und relevante Erkenntnisse sammeln und so das Phänomen "Newsfluencer*innen" weiter erschließen. Die Studierenden werden also in die Grundlagen des qualitativen Paradigmas eingeführt und lernen, wie sie qualitative Methoden anwenden können. Durch die Kombination von Theorie und Praxis sollen die Teilnehmer*innen befähigt werden, eigenständig Forschungsprojekte durchzuführen und ihre Ergebnisse zu präsentieren.

 

Studienleistung: 

 

Um das Vorankommen, ein sicheres Zeitmanagement und kontinuierliches Feedback zu gewährleisten, sind die Studierenden angehalten, wöchentliche Meilensteine abzugeben. 

 

Prüfungsleistung:

 

Die Prüfungsleistung besteht aus einem in Gruppenarbeit erstellten Forschungsbericht sowie einer Präsentation der (vorläufigen) Ergebnisse gegen Ende des Seminars.

Kurs im HIS-LSF

Semester: WiSe 2026/27