Wann immer wir handeln, ist ein Element der Unsicherheit involviert: Wir können nie sicher sein, dass die von uns intendierten Handlungsfolgen auch wirklich eintreten. Handlungserfolg ist somit ein Widerfahrnis, das nur begrenzt in unserem Einflussbereich liegt. Was bedeutet das für die Ethik? Dürfen wir Handelnde für die Folgen ihrer Handlungen moralisch verantwortlich halten, wenn sie diese nicht vollständig kontrollieren konnten? Oder sollte sich moralische Bewertung auf das beziehen, was tatsächlich in der Macht des Handelnden stand, etwa seine Absichten oder die Sorgfalt seiner Überlegungen?
In diesem Seminar wollen wir die Unsicherheit als Merkmal des Handelns handlungstheoretisch analysieren und Bezüge zu normativen Kontexten wie der Moral herstellen.
Der Seminarplan sowie die zu lesenden Texte werden in der konstituierenden Sitzung bereitgestellt.
- Lehrende/r: Anna Kahmen