In diesem Seminar lernen Studierende, welche Mechanismen hinter der Verbreitung von kommunikativen Angriffen im Netz stecken und welche individuellen wie gesellschaftlichen Konsequenzen das Erleben von Angriffen haben kann. Der Kurs empfiehlt sich vor allem für Studierende, die sich aktuell oder in Zukunft vorstellen können, selbst in der Öffentlichkeit präsent zu sein (z. B. als Influencer:in, PR-Expert:in, Journalist:in, Politiker:in, aber auch als Nutzer:in). Der Kurs soll Interessierte auf einen Umgang mit kommunikativer Gewalt vorbereiten und durch die Vermittlung von Strategien und Ressourcen präventive Unterstützung bieten. Insgesamt werden vier Themenbereiche aufgearbeitet: (1) Forschungsstand: Eine Übersicht über die bisherige Forschung zu Formen, Dynamiken und Effekten von kommunikativer Gewalt im Netz. (2) Die Rolle von Social-Media-Plattformen und ihren Logiken in der Verbreitung von kommunikativen Angriffen; (3) Copingstrategien (indirekt) Betroffener und ihre funktionalen wie dysfunktionalen demokratietheoretischen Konsequenzen; (4) Die Reflexion von Recht und Strafverfolgung von Hass im Netz.
Einstiegsliteratur:
Matthes, J., Koban, K., Bührer, S., Kirchmair, T., Weiss, P., Khaleghipour, M., ... & Meerson, R. (2023). The state of evidence in digital hate research: An umbrella review. Communication Research, 00936502251365724.
Weitzel, G., & Mündges, S. (2022). Hate Speech. Definitionen, Ausprägungen, Lösungen. Springer VS.
Studien- und Prüfungsleistungen:
Das Seminar begleitend werden Studierende für Impulsreferate eingeteilt (Studienleistung; Umfang 15 Minuten gemäß Prüfungsordnung). Als Prüfungsleistung ist gemäß Prüfungsordnung eine Hausarbeit (Umfang 13-15 Seiten) vorgesehen; Abgabetermin für die Hausarbeiten: 15.3.2027.
- Lehrende/r: Johanna Glowacki
- Lehrende/r: Hannah Ötting
- Lehrende/r: Nina Springer