Querdenkende und Reichsbürger, Bilderberger, Flat Earthers oder Chemtrails – wenig hat gesellschaftlich und wissenschaftlich in den letzten Jahren mehr fasziniert als Verschwörungserzählungen und ihre Anhänger:innen. Vieles von dem, was wir über die Welt wissen – oder zu wissen glauben –, erfahren wir aus den Medien. Doch wie entstehen unterschiedliche Vorstellungen von Realität, wie werden sie medial vermittelt und warum entfalten sie bei manchen Menschen eine größere Wirkung als bei anderen?

In diesem Seminar begeben wir uns auf eine Reise durch die Welt der Verschwörungstheorien. Wir lernen einige der bekanntesten Verschwörungserzählungen kennen und diskutieren, was eine Verschwörungstheorie eigentlich ausmacht. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Verschwörungserzählungen medial kommuniziert, rezipiert und wirksam werden. Wir besprechen, warum Verschwörungstheorien in manchen gesellschaftlichen und medialen Kontexten stärker verbreitet sind als in anderen, und setzen uns mit individuellen, sozialen und situativen Faktoren auseinander, die ihre Rezeption und Wirkung beeinflussen. Sollten Sie noch nie von Reptiloiden gehört haben, sollten Sie dieses Seminar unbedingt wählen. Es ergänzt das Forschungsseminar von Prof. Dr. Kannengießer um eine "fantastische" Komponente. 

Grundlagenliteratur:
Butter, M. (2018). „Nichts ist, wie es scheint“: Über Verschwörungstheorien. Suhrkamp.
 
Studien- und Prüfungsleistungen:

Das Seminar begleitend werden Studierende für Impulsreferate eingeteilt (Studienleistung; Umfang 15 Minuten gemäß Prüfungsordnung). Zwei Formen von Prüfungsleistungen werden zur Auswahl angeboten:

(1) Hausarbeit (Umfang 13-15 Seiten gemäß Prüfungsordnung); Abgabetermin für die Hausarbeiten: 15.3.2027.

(2) Thesenpapierprüfung (Umfang 2 Seiten inklusive einer mündlichen Diskussion der Thesenpapiere in einer Kleingruppe); Abgabetermin für die Thesenpapiere: 1.3.2027, Thesenpapierdiskussion in dieser Woche (KW 12).

Kurs im HIS-LSF

Semester: WiSe 2026/27