Im beruflichen Alltag ist eine der zentralen Herausforderung, rasch und flexibel in sehr unterschiedlichen Kommunikationssituationen zu handeln. Das bedeutet insbesondere miteinander sprechen zu können. Dabei kommt es darauf an, die eigene Rolle und die Erwartungen der Gesprächsteilnehmer/innen einschätzen zu können. Voraussetzung für erfolgreiches Lehren, Beraten, Verhandeln und Klären ist die Fähigkeit, die eigene Haltung reflektieren zu können. Es ist hilfreich, authentisch und auf eine für andere eindeutige und verständliche Weise verschiedenen Rollen ausfüllen zu können. Dazu braucht es vor allem eine klare innere Haltung, die der Situationen angepasst ist und sich in der jeweils gebrauchten Formulierung, der Körpersprache und allen paraverbalen Signalen ausdrückt. So ist es ein großer Unterschied, mit Menschen in einem Beratungsgespräch zu kommunizieren, oder Dieselben im Rahmen eines Informationsabends zu erleben. Informiere ich Kinder in einer Kleingruppe oder führe ich ein Einzelgespräch? Wie ist meine Haltung gegenüber diesen Gesprächsteilnehmern, was will ich wie erreichen?

Im Seminar werden langjährige pädagogische Erfahrungen mit Wissen aus der Kommunikationsforschung und Methoden der Rollenarbeit miteinander verbunden und für die Anforderungen lehrender Berufe fruchtbar gemacht. 

Literatur: Pawlowski, Klaus, Konstruktiv Gespräche führen, München/Basel 2005; Lepschy, Annette, Wider die Sinnlosigkeit von Besprechung! Besprechungsziel und ihre kommunikativen Bearbeitungsmöglichkeiten; in Mönnich, Annette (Hg.) Rhetorik zwischen Tradition und Innovation (Sprache und Sprechen Bd. 36) München/Basel 1999, 191-201.

Kurs im HIS-LSF

Semester: WT 2026/27