In seinem Buch The Malaise of Modernitiy (1991; später republiziert unter dem Titel The Ethics of Authenticity; dt. Das Unbehagen an der Moderne, 1995) setzt sich Charles Taylor (*1931) mit Eigenschaften der Moderne auseinander, die unsere Zivilisation als Verlust oder Niedergang erlebe. Dabei richtet er den Blick insbesondere auf drei Quellen des Unbehagens an der Moderne: „Die erste Befürchtung betrifft den sogenannten Sinnverlust, das Verblassen des moralischen Horizonts. Bei der zweiten geht es um das Verschwinden der Zwecke angesichts der wuchernden instrumentellen Vernunft. Das dritte gilt einem gewissen Mangel an Freiheit.“ Taylor unterzieht diese Entwicklungen einer Analyse und Kritik: Worin besteht ihre Problematik? Worin haben sie ihre Wurzeln? Sind sie unvermeidlich, oder lässt sich ihnen etwas entgegensetzen?
- Lehrende/r: Tanja Stahl