Das Sukkot- bzw. Laubhüttenfest ist eines der drei großen (Pesach, Schavuot/Pfingsten, Sukkot) Feste des alten Israel und des Judentums. Es liegt im Herbst zu Beginn der Regenzeit in Israel. Im alten Israel war es das wichtigste Fest und wurde mitunter auch nur „das Fest” genannt. In ihm verbinden sich heilsgeschichtliche Begründungen mit mythologischen Erzählungen und Tempeltheologie. Schließlich bildet es den Rahmen für apokalyptische Erwartungen, die in der Johannesoffenbarung aufgegriffen werden.
Im Seminar werden wir den Ursprüngen des Festes auf den Grund gehen und versuchen, die theologisch reichen Begründungen zu erschließen. Wir gehen auf kalendarische Fragen ein und zeichnen die in frühjüdischen Texten beschriebenen Riten nach. Sodann soll die spätere Entwicklung im Judentum wie im Christentum betrachtet werden. Als Christen haben wir Pesach als Osterfest und Schavuot als Pfingstfest in unseren Festkalender übernommen, nicht aber das Sukkotfest, aber die Festmotivik haben wir zum Osterfest (Palmsonntag) gezogen. Die theologischen Hintergründe dafür diskutieren wir.
- Lehrende/r: Oliver Dyma
- Lehrende/r: Clemens Leonhard