Wir sind durch die Medienwirkungsforschung oder durch strategische Kommunikationsweisen (PR, Werbung, Propaganda usw.) gewohnt, Kommunikation kausal zu denken, also entweder intentional auf ihre Wirkung hin geplant oder unabhängig von ihrer Intention eine Wirkung erzeugend. Neben dieser grundlegenden Denkmethode und ihren zahlreichen Varianten (Interaktion, Intereffikation, Reziprozität usw.) gibt es aber auch andere Formen: Transaktionalität, Reflexivität, kybernetische Kreisläufe oder dialektische Zusammenhänge. Im Seminar sollen solche Denkmethoden jeweils zunächst grundlegend und danach in einer Anwendung diskutiert werden.

Die Lehrveranstaltung ist aber kein Philosophie-Seminar, auch wenn zwischendurch etwas philosophiert wird, denn durch das Anwendungsgebiet der Kommunikationswissenschaft werden die philosophischen Höhenflüge schnell wieder geerdet.

Studienleistung: Lektüre von Texten

Prüfungsleistung: Hausarbeit (ca. 8-10 Seiten) mit Anwendung einer Denkmethode oder mit dem Vergleich zweier Denkmethoden

Kurs im HIS-LSF

Semester: WiSe 2026/27