Datenvisualisierungen spielen eine immer wichtigere Rolle in der öffentlichen strategischen und journalistischen Kommunikation. Das zeigt sich besonders bei Wahlen oder Themen wie Klima, Gesundheit oder beispielsweise während der COVID-19 Pandemie. Auch in der wissenschaftlichen Kommunikation und selbst beim Verfassen von Examensarbeiten sind Grafiken und Diagramme wichtig. Zudem zeichnet sich allgemein ein Trend zur Visualisierung ab. Auf der anderen Seite wird das Wissen über Datenvisualisierung kaum zur Kenntnis genommen. Die Kommunikatoren wissen relativ wenig darüber, wie Datenvisualisierungen aufgebaut sind beziehungsweise sein sollten und welche Auswirkung die Gestaltung von Datenvisualisierungen auf die Selektion, Rezeption und Wirkung von Kommunikaten haben.
Im Seminar wird die historische Entwicklung von Datenvisualisierungen aufbereitet und an verschiedenen Beispielen diskutiert. Dann wird die Konzeption und Erstellung von Datenvisualisierungen geübt. Abschließend wird die Rezeption und Wirkung von Datenvisualisierungen betrachtet. Dabei wird es einen ständigen Wechsel zwischen theoretischem Input und praktischer Umsetzung geben. Es werden Blickverläufe mittels Eyetracking analysiert, Visualisierungsaufgaben bearbeitet und die Arbeit mit Visualisierungstools wie flourish.studio geübt.
Als Studienleistung werden von den Studierenden neben der aktiven Teilnahme am Seminar Datenvisualsierungen vorgestellt und Aufgaben in Bezug auf Erstellung und Rezeption von Datenvisualisierungen erfüllt. Als Prüfungsleistung wird dazu individuell oder in Gruppen ein wissenschaftliches Poster oder eine Hausarbeit erstellt.
- Lehrende/r: Volker Gehrau