Schätzungsweise 12,5 Millionen Menschen wurden im Zuge des transatlantischen Dreieckshandels zwischen dem 16. und dem 19. Jahrhundert aus verschiedenen Teilen Afrikas in die Amerikas verschleppt. Die mit Abstand meisten kamen nach Brasilien, wo die Sklaverei erst 1888 offiziell abgeschafft wurde. Die Versklavten und ihre Nachkommen haben die Demographie und die Kultur Brasiliens nachhaltig geprägt. Zugleich hatte auch Brasilien starken Einfluss auf die portugiesischen Kolonien in Afrika. Dieser Dialog dauert bis heute an. Im Proseminar beschäftigen wir uns mit unterschiedlichen Aspekten dieser Geschichte sowie mit verschiedenen Quellentypen und Überlieferungsformen. Neben wissenschaftlicher Literatur zum Thema analysieren wir religiöse Praktiken, Musik, kulinarische Traditionen und mündliche Überlieferungen

 

Kurs im HIS-LSF

Semester: WiSe 2026/27