Astroturfing, Bots, koordiniertes Hashtag-Hijacking oder Bombing: Phänomene wie diese zeigen,
wie Aktivismus im digitalen Raum gefördert – aber auch unterlaufen – werden kann.
Verschiedenste Akteure – von losen Zusammenschlüssen von Einzelpersonen über
Organisationen bis hin zu Unternehmen und Parteien – setzen im digitalen Raum auf
strategische Kommunikation, um Aufmerksamkeit zu erzeugen, öffentliche Debatten zu prägen
oder soziales und politisches Handeln zu beeinflussen. Wie diese Strategien auf Rezipient:innen
und gesellschaftliche Diskurse wirken ist dabei ebenso zentral wie die Frage danach, wie sie
gestaltet werden. Im Rahmen dieses Seminars werden strategische Kommunikationsformen im
digitalen Aktivismus und ihre Wirkung wissenschaftlich beleuchtet und anhand aktueller
Fallbeispiele diskutiert.
Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Lektüre empirischer Studien mit
unterschiedlichen theoretischen und methodischen Schwerpunkten. Diese dienen als
Ausgangspunkt für die Erarbeitung eigener Forschungsskizzen, die einen ersten praktischen
Einblick in den Forschungsprozess ermöglichen und mit der seminarspezifischen
Prüfungsleistung eines 10–15-minütigen Vortrags in Kombination mit der Erstellung eines
wissenschaftlichen Posters verbunden sind.


Studienleistung: aktive Teilnahme, Textdiskussionen, Inputreferate
Prüfungsleistung: Präsentation der Forschungsskizze und Erstellung eines wissenschaftlichen
Posters

Kurs im HIS-LSF

Semester: WiSe 2026/27