„History is a set of lies agreed upon“ – dieses Sprichwort aus dem Englischen gilt auch für Jubiläen: Sie verdichten Geschichte zu runden Zahlen, glätten Brüche und stiften Sinn, wo oft eher Zufall waltete. Genau deshalb sind sie ein idealer Ausgangspunkt, um genauer hinzusehen.
2027 wird das Historische Seminar der Universität Münster 150 Jahre alt. Die Übung bildet den Auftakt für eine Serie an Veranstaltungen, die aus Anlass dieses Ereignisses die Geschichte des Instituts näher in den Blick nehmen will. Besonders für die Zeit nach 1950 steckt die Forschung dazu noch in den Kinderschuhen. In der Übung wollen wir daher Grundlagenarbeit leisten und die Archive vor Ort nach leitenden Fragen durchforsten: Wer waren die zentralen Akteur:innen in Forschung und Lehre und wie prägten sie das Seminar zum Teil über Jahrzehnte hinweg? Wie beeinflussten die politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen das Seminar über die Zäsur des Nationalsozialismus hinaus? Und wie wandelten sich Formen und Inhalte der Zusammenarbeit von Studierenden und Lehrenden an der Universität?
Ziel der Veranstaltung ist die Erarbeitung von Blogbeiträgen zu ausgewählten Personen und Themen der Institutsgeschichte, die veröffentlicht werden sollen. Vorausgesetzt wird die Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit Archivalien und ggf. Zeitzeug*innen-Interviews.
- Lehrende/r: Alexia Ibrahim
- Lehrende/r: Theresa Krosse
- Lehrende/r: Lena Krull
- Lehrende/r: Carla Meyer-Schlenkrich