Arbeit wird zunehmend über Staatsgrenzen hinweg organisiert: Unternehmen verlagern ihre Produktion über globale Wertschöpfungsketten, während zugleich Millionen Arbeitskräfte zu den Orten der Produktion wandern. Das Seminar analysiert aus humangeographischer Perspektive, wie Arbeit über Grenzen hinweg räumlich organisiert, reguliert und gelebt wird. Im ersten Teil werden grundlegende Konzepte zu Arbeit, Märkten und Migration vorgestellt und geographisch verortet (räumliche Arbeitsteilung, Einbettung, Mobilität und Transnationalität); der zweite Teil wendet sie auf aktuelle Dynamiken an: globale Wertschöpfungsketten, Arbeitsmigration und Migrationsinfrastrukturen sowie transnationale Arbeitsregime und ihre Regulierung. Regional liegt der Schwerpunkt auf China, ergänzt durch Fallstudien aus Europa, Afrika und Lateinamerika.

 

Ziel des Seminars: Die Studierenden werden lernen, zentrale Theorien zu transnationaler Arbeit und Migration zu erläutern und geographisch zu verorten, die räumliche Organisation von Produktion und Migration zu analysieren und diese Konzepte eigenständig auf konkrete Fallstudien anzuwenden.

 

Kurs im HIS-LSF

Semester: WiSe 2026/27