Als formative Epoche der griechischen Geschichte war die archaische Zeit (8. bis 6. Jh.v.Chr.) in besonders hohem Maße von Migrationsbewegungen geprägt. Mit ihnen wurde die griechische Welt ‚größer‘, ohne dass dies freilich eine einseitige Ausweitung des griechischen Horizonts im Mittelmeerraum bedeutet hätte. Im Gegenteil: Migration und Kolonisation erzeugten einen spannenden, wechselseitigen Dialog zwischen griechischen Vorstellungswelten und denen anderer Räume und Kulturen. Es entstand ein dichtes, multilaterales und auch multidirektionales Netzwerk von Austausch und kultureller Verschränkung, die die Geschichte der Epoche maßgeblich lenkten. Das Hauptseminar erarbeitet die historischen Prozesse anhand einer diversen Quellenlage von literarischen und immateriellen Befunden. Dabei werden vor allem auch die transhistorischen Konzeptbegriffe wissenschaftlich eingeordnet und für das Studium der Geschichte operationalisierbar gemacht.

 

Lernziele: Sachkenntnis des Seminarstoffs, Erschließung transhistorischer Kategorien; wissenschaftliches Arbeiten in der Alten Geschichte, einschließlich akademischen Schreibens und Rede- bzw. Vortragskompetenzen; kritisches Denken und analytische Fähigkeiten (Fortgeschrittene).

 

Kurs im HIS-LSF

Semester: WiSe 2026/27