Die Übung führt in die empirischen Methoden der historischen Kulturanalyse ein. Das geschieht exemplarisch entlang des Themas „Arbeitswelten“, das in seiner empirischen Vielfalt Gegenstand zahlreicher kulturanthropologischer, sozial- und alltagsgeschichtlicher Forschungen ist. In den Blick geratenunterschiedliche Formen von Arbeit (Industriearbeit, bäuerliche Arbeit, Dienstverhältnisse usw.). Die Übung widmet sich möglichen methodischen Zugängen und verschiedenen Quellentypen (Tagebücher, Fotografien, volkskundliche Fragelisten, Plakate, Inventare, Bewerbungen, Petitionen usw.).
Nach gemeinsamer einführender Lektüre zum Thema „Arbeitswelten“, zur Archiv- und Quellenkunde sowieTranskriptionsübungen wählen die Studierenden das Thema für ihre Kurzreferate im zweiten Teil der Lehrveranstaltung.
Als Studienleistung recherchieren alle Studierenden zwei Quellen und stellen deren Analyse und Interpretation, informiert durch Forschungsliteratur zum gewählten Fall, in einem Kurzreferat zur Diskussion.
In die Übung integrierte Archivbesuche in Münster geben Einblick in die Arbeitsweise und Nutzungsmöglichkeiten unterschiedlicher Archive.
Die Lehrveranstaltung vermittelt folgende Kompetenzen: Quellen für eine historisch-kulturanthropologische Forschung suchen und finden (im Archiv, als Digitalisat in Datenbanken); Verknüpfung von Forschungstand, Fragestellung und Quellenarbeit; historisch-epistemologische Reflexion der Formulierung eines Untersuchungsgegenstands und der methodischen Konzeption eines empirischen Falls; Beschreibung, Zitation und Transkription von Quellen; Interpretation von Quellen; kultur- und sozialanthropologisches Argumentieren in historischer Perspektive, digital literacy.
Eine Literaturliste zum Forschungsfeld sowie zur Archiv- und Quellenkunde werden im Learnwebkurs bekanntgegeben.
- Lehrende/r: Timo Luks