Die 2015 ausgerufene „Flüchtlingskrise“ wurde als „größte Herausforderung seit der deutschen Einheit“ (Heiko Maas) beschrieben. Seitdem bliebt das Thema Flucht weit oben auf der politischen Agenda - nicht zuletzt durch den Ukrainekrieg und angesichts der weltweit mehr als 118 Mio. Menschen, die laut UNHCR „unfreiwillig“ migrieren.
Statt aber zu Fragen, ob die Geflüchteten dem „Standort Deutschland“ eher nutzen oder eher schaden, ist es das Ziel dieses Standardkurses, grundsätzlich zu klären, worin „Flüchtlingskrisen“ eigentlich bestehen: Was sind die ökonomischen und politischen Fluchtursachen? Worin besteht eigentlich der Unterschied zwischen „freiwilliger“ und „unfreiwilliger“ Migration? Welche Interessen verfolgen maßgebliche Akteure bei der Migrationssteuerung? Und schließlich: Welche politikwissenschaftlichen Schlüsse können aus den vielschichtigen Diskursen über das deutsche Asylsystem gezogen werden?
Studienleistung
- regelmäßige, aktive Teilnahme
- max. 20-min. wissenschaftlicher Vortrag (keine Reproduktion der Pflichtlektüre)
Prüfungsleistung
- 90-minütige Abschlussklausur am 27.1.2027
Einführende Literatur
Huisken, Freerk (2016): abgehauen. eingelagert aufgefischt durchsortiert abgewehrt eingebaut. neue deutsche flüchtlingspolitik. Hamburg.
Luft, Stefan/Schimany, Peter (Hrsg.) (2014): 20 Jahre Asylkompromiss. Bilanz und Perspektiven. Bielefeld.
Learnweb
Die Pflichtlektüre wird in einem für beide Termine gemeinsam genutzten Learnweb-Kurs zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus wird das Learnweb genutzt, um Präsentationsfolien, Handouts und weitere aktuelle bzw. thematisch passende Materialien zur Verfügung zu stellen.
Die Klausur findet am 27.01.2027, 10-12 Uhr, statt.
- Lehrende/r: Hendrik Meyer