Internationale Organisationen (IO) sowie andere u.a. auch nichtstaatliche Akteure wie Nichtregierungsorganisation (NROs) oder multinationale Unternehmen (MNUs) spielen eine immer wichtigere Rolle in der Weltpolitik. Sie erhalten zunehmend mehr Aufmerksamkeit in den Theorien Internationaler Beziehungen. Global Governance Ansätze versuchen, ihre Rolle in der Weltpolitik theoretisch zu fassen, ihre Macht, dysfunktionales Verhalten oder Wandel zu erklären. Insbesondere Theorien der internationalen Organisationen nehmen IOs jetzt als Organisationen wahr und bedienen sich der Organisationssoziologie, um IO Verhalten zu verstehen und zu erklären. Ziel dieses Kurses ist es, aufzuzeigen, wie internationale Organisationen bestimmte Politikfelder besetzen und regulieren und damit internationale Politik beeinflussen. Der Kurs vermittelt theoretisches Grundlagenwissen im Bereich von Global Governance Ansätzen sowie Theorien internationaler Organisationen. Spezielle Beachtung werden organisationssoziologische Ansätze finden, wobei wir IOs im weiteren Sinne verstehen, d.h. auch das Verhalten von NROs und MNUs – als Organisationen – kritisch betrachten. Auf der Grundlage der theoretischen Vorarbeit erörtern wir schließlich spezielle Fallstudien verschiedener Organisationen. Der Kurs wird Studierenden analytische Fähigkeiten zum Verständnis der Politik zwischenstaatlicher und internationaler nichtstaatlicher Organisationen vermitteln sowie anhand von Fallstudien aufzeigen, wie diese Organisationen Richtlinien erstellen und versuchen, auf ihrem jeweiligen Gebiet Politik zu ändern.
- Lehrende/r: Antje Vetterlein