Nationen stellen bis heute eine wichtige Einheit im globalen Geschehen dar. Zugleich sind aber auch lokale und regionale Identitäten von großer Bedeutung, gerade in den USA, wo einer zentralen Regierung traditionell ein großes Misstrauen entgegen gebracht wird. Sowohl Region als auch Nation werden heutzutage als konstruiert gesehen, sind aber zugleich wichtig für Identitätsbildung ebenso wie für Exklusionsmechanismen. Die Übung will zum einen theoretische Grundlagen zu Nation, Region und Identität, zu Mythisierung sowie zu Inklusions- und zu Exklusionsmechanismen erarbeiten. Zum anderen sollen Theorien auf konkrete Fallbeispiele angewandt werden, um die Komplexität der Konzepte (indigene Nationen?) zu erkunden. Der Fokus soll liegen auf regionalen bzw. sektionalen, aber auch nationalen Identitäten im Süden, im Westen und im Südwesten der USA, auf (kontinentaler und internationaler) Expansion und (Zwangs-)Migration sowie auf Kriegen (1812, Mexikanisch-Amerikanischer Krieg, Bürgerkrieg, Culture Wars). Die Teilnehmenden können sich im Sinn forschenden Lernens eigene Analysebeispiele und Theorien für ihre Stundengestaltungen und Hausarbeiten suchen. Ein Großteil der Lektüre besteht aus englischsprachigen Texten.

Kurs im HIS-LSF

Semester: WT 2026/27