Balladen sind ein beliebter Gegenstand des Deutschunterrichts: Die eher kleine, gebundene Form ist überschaubar, die Handlung zumeist anschaulich und spannend erzählt, oft voller Geheimnisse und Leerstellen und in einem Bogen mit Climax und oftmals eindeutigem Ausgang aufgespannt. Um sie im Unterricht auf attraktive Weise produktionsorientiert zu erarbeiten, greifen Lehrkräfte oft zu intermedialen Verfahren: Schüler:innen bekommen die Aufgabe, einen Kurzfilm zu drehen, ein Puppenspiel zu inszenieren u.a.m. Leider kommt dabei der Gedichtvortrag selbst häufig zu kurz. – Die Übung soll angehenden Lehrkräften dabei helfen, ihr eigenes Vortragssprechen auf der Bühne zu schulen. Sie können in dieser Veranstaltung praktisch erfahren und ausprobieren, wie man eine überzeugende Vortragsfassung entwickelt, welcher Vortragsstil welche Wirkung erzielt, wie man versteckte Regiangaben aus dem Text, die Versprachlichung angelegte rhythmische Gestaltung, lautmalerische Elemente u.a.m. hörbar macht. Vielfältige Methoden (Rezitation, Chorisches Sprechen, Rollensprechen u.a.) werden an klassischen und modernen Balladen exemplarisch erarbeitet und darauf angewendet. Die Arbeit an den Elementarprozessen des Sprechens, an Haltung und Präsenz tragen zu einer verständlichen Aussprache, flexiblem Stimmklang und einem überzeugenden Auftritt bei. So erleben Sie am eigenen Leib, was es braucht, damit Schüler:innen sich auf die Bühne wagen, um eine Ballade zu rezitieren. 
Literaturempfehlungen werden in der Veranstaltung gegeben.

Kurs im HIS-LSF

Semester: WiSe 2026/27