Für die antike Welt reichen die schriftlichen und materiellen Quellen manchmal nicht aus, um die sozio-ökonomischen Lebensrealitäten zu rekonstruieren. Wie agierten antike Wirtschaftsakteure? Wie ungleich war die antike Gesellschaft? Wuchs die Wirtschaft oder stagnierte sie? Wie hoch war der Lebensstandard und die Lebenserwartung? Welche Rolle spielte dabei das Geschlecht und geographische Herkunft? Modelle und Konzepte aus den Wirtschafts- und Gesellschaftswissenschaften können hier zur Hilfe gezogen werden. Beispiele sind behavioural economics, historische Demographie, Neo-Institutional Economics, Proxy-Daten, und moral economics.

In diesem Seminar möchten wir beispielhaft einige dieser Ansätze kennenlernen und erörtern, inwiefern sie hilfreich sein können, um ein diverseres und holistischeres Bild des alltäglichen Lebens zu rekonstruieren. Dabei wollen wir auch hinterfragen, wo moderne Modelle an ihre Grenzen stoßen.

Die Veranstaltung wird in Blocksitzungen (à 3h) stattfinden. Bei der Eingangssitzung am 28.10. werden die Termine der folgenden (vier) Blocksitzungen festgelegt.

Kurs im HIS-LSF

Semester: WT 2026/27