Ländliche Räume sind Räume der multiplen Krise und der sozial-ökologischen Transformation. In Deutschland machen sie 91% der Fläche aus, knapp 57% der Bevölkerung lebt hier (Landatlas des Thünen Instituts). Und dort finden sich die benötigten Ressourcen und ökologischen Prozesse für eine sozial-ökologische Transformation unserer Gesellschaft. Häufig werden ländliche Räume allerdings einseitig oder reduziert betrachtet. Aber ländlich sind nicht nur die Erholungsräume für einen naturnahen Urlaub oder die Territorialisierung rechtspopulistischer Parteien, sondern auch feministische Wohnprojekte aus den 80er Jahren, solidarische Landwirtschaft oder Sozialunternehmen für faire Kommunikation. 

Im Kurs werden wir uns daher ein komplexeres Verständnis von ländlichen Räumen erarbeiten und aktuelle Entwicklungen der multiplen Krise und sozial-ökologischen Transformation betrachten. Dabei werden wir den Fragen nachgehen:

  • Was sind ländliche Ursachen und Folgen der multiplen Krise?
  • Wie sind ländliche Räume von einer sozialen und ökologischen Transfomation betroffen?
  • Was sind Hürden und Herausforderungen der Transformation? 

Das Ziel des Seminars besteht darin diese Fragen an einem bestimmten Gegenstand zu konkretisieren und anwendungsbezogen zu erforschen. Dazu werden wir zu Beginn des Seminars Projekte entwickeln, die Sie im Laufe des Semesters in Gruppen bearbeiten werden. 

Kurs im HIS-LSF

Semester: WT 2026/27