Im Rahmen eines heterogenitätssensiblen Französischunterrichts zeichnen sich authentische, inklusive und multimodale Text- und Medienformate gemäß ihrer dienenden Funktion durch verschiedene Potentiale aus: Zum einen bieten sie – als Ergänzung oder Alternative zum Lehrwerk – SchülerInnen abwechslungsreiche sowie motivierende Lernzugänge. Zum anderen regen sie zum Perspektivwechsel an, sensibilisieren Lernende für einen aufgeklärten Umgang mit gesellschaftlicher Heterogenität und können auf diese Weise den Abbau von Stereotypen und Vorurteilen unterstützen.

Das Seminar widmet sich diesem Anliegen und zeigt auf, wie dies mit Französischlernenden verschiedener Jahrgangsstufen im Bereich der Sekundarstufe I und II angebahnt werden kann. Der Titel Diversité en dossier ist hierbei im doppelten Sinne zu verstehen: Ausgehend vom erweiterten Textbegriff werden einerseits Texte und Medien fokussierend in den Blick genommen, die verschiedenen Dimensionen von Heterogenität und Diversität thematisieren. Andererseits bilden diese diversen Textformate (z.B. Chansons, BD, Serien, Filme, Zeitungsartikel, Jugendromane etc.) die Grundlage für ein gemeinsames, im Kurs entstehendes dossier pédagogique. Die Arbeit mit und an diesen verschiedenen Texten und sich daraus ergebenen Aufgabenformaten trägt somit neben der Förderung verschiedener Teilkompetenzen der funktional kommunikativen Kompetenz sowie der Text- und Medienkompetenz dazu bei, Lernende zu interkultureller Handlungsfähigkeit durch das Kennenlernen, Gegenüberstellen und Reflektieren verschiedener Perspektiven auf und zu offenen Umgangsweisen mit Andersartigkeiten anzuleiten.

Zu Beginn des Seminars werden zunächst grundlegende Begrifflichkeiten und Konzepte von Inklusion sowie verschiedener Heterogenitätsdimensionen beleuchtet und damit einhergehende Chancen und Herausforderungen sowie Möglichkeiten zur individuellen Diagnose und Förderung, bspw. im Rahmen multiprofessioneller Kooperationen, thematisiert. Neben der Einführung des Dossierbegriffs werden Merkmale und fremdsprachendidaktische Potentiale der benannten Textformate erarbeitet. Letztere dienen Ihnen als Materialgrundlage für Unterrichtseinheiten, die sie konzipieren, im Rahmen von Referatssitzungen simulieren sowie in Vorbereitung auf Nachbesprechungen im Referendariat reflektieren.

Im Verlauf des Semesters halten Sie somit ein Referat, welches in einer Ausarbeitung verschriftlicht und mit „bestanden“ oder „nicht bestanden“ bewertet wird.

 

Anmeldung per CMS (oder, falls wegen fehlender Umschreibung noch nicht möglich, per Mail Sarah.Sunke@uni-muenster.de

Kurs im HIS-LSF

Semester: WiSe 2026/27