Beginn des Seminars: 5.11., wöchentlich donnerstags 14-16 und Blocktermine am 14.1., 18-21 sowie am 16.1., 10-16. Das Seminar endet mit dem Termin am 16.1.
Ort: Studiobühne
Mit dem Chor nimmt das Seminar die älteste Instanz des antiken Theaters in den Blick, die als facettenreiche Figur der europäischen Dramen- und Theatergeschichte immer wieder neue Impulse verliehen hat. Kennzeichnend ist die funktionale und morphologische Vielfalt des Chors. Er kann als musikalisches Stimmenensemble, als formale Anordnung, akustische Figur, als bewegter Körper, Figuration von Gemeinschaft oder Affektinstanz auf der Theater- und der Textbühne auftreten. Mit kleinen Tiefenbohrungen nähert sich das Seminar, das gemeinsam von Xenia Multmeier und Julia Bodenburg geleitet wird, dieser Vielfalt im ersten Teil des Seminars anhand von dramatischen Texten bzw. Ausschnitten aus Dramen. Der Schwerpunkt im zweiten Teil des Seminars liegt in Praxis des Chor-Sprechens. Studierende können am eigenen Leib und mit der eigenen Stimme erfahren, dass chorisches Sprechen und die Interpretation von Text in einem besonderen Verhältnis zueinanderstehen. Dabei führen unterschiedliche Herangehensweisen bei der Erschließung der ausgewählten Texte zu einem praktisch und intellektuell erfahrbaren Interpretationsprozess. Dieser umfasst die Entscheidung für Textpassagen, die Aufteilung von Textpassagen sowie die Erarbeitung des Körper- und Sprechausdrucks. Ein weiterer Schwerpunkt der Chor-Praxis liegt darin, mit Raum, Licht und Bewegung zu arbeiten. Theater- und Dramatheorie soll in diesem Seminar also praktisch erarbeitet werden. Und wer selbst Texte auf der Bühne spricht, ob als einzelne/r Sprecher/in oder in einem Chor, kann das eigene Ausdrucksrepertoire sogar für das Sprechen im Alltag oder in der späteren Berufspraxis vertiefen. Am Ende des Semesters könnte eine kleine Aufführung mit den im Seminar erarbeiteten Texten vor friends and family stehen. Weitere Informationen zu Beginn des Semesters über learnweb.
- Lehrende/r: Julia Bodenburg
- Lehrende/r: Xenia Multmeier