Das langsame Unterwegssein kann eigene Grenzen – körperliche wie seelische – schmerzlich spüren lassen. Es kann Demut lehren, zu spirituellen Erkenntnissen führen und tiefgehende Veränderungen im Lebenswandel bewirken. Das sind uralte Erfahrungen, die in allen Kulturen und Religionen beheimatet sind. Wolfgang Schäuble (+), ehem. Präsident des Dt. Bundestags bei der Eröffnung des Camino Inclusio im Juli 2022 Pilgern ist eine über die Jahrhunderte hinweg beobachtbare und anhaltend populäre Praxis in vielen Religionen, aber auch ein kulturelles Phänomen, für das sich die Wirtschaftswissenschaften (Tourismusforschung), die Politikwissenschaften (Steuerung von Pilgerströmen) und die Humanwissenschaften (Sport- und Gesundheitswissenschaften) interessieren. In der Ringvorlesung soll, ausgehend von First-Person-Perspektiven von Theolog:innen der beteiligten Fachbereiche und Zentren, nach aktueller empirischer Forschung, theoretisch-kritischer Deutung und religionswissenschaftlichen und historischen Perspektiven gefragt werden. Als Abschluss-Veranstaltung der Reihe ist eine gemeinsame Pilgerwanderung in Planung.
- Lehrende/r: Mouhanad Khorchide
- Lehrende/r: Traugott Roser
- Lehrende/r: Katharina Schmidt