Im Seminar werden wir uns mit grammatischen Strukturen beschäftigen, die vor dem Hintergrund des Modells von Koch & Oesterreicher (1985) als vermeintlich prototypisch für (konzeptionell) schriftlichen Sprachgebrauch gelten. Dabei werden wir ausgewählte Phänomene in Bezug auf ihre grammatischen, funktionalen und textsortenspezifischen Eigenschaften untersuchen und korpuslinguistische Verfahren zur empirischen Analyse heranziehen. Ziel ist es, ein vertieftes Verständnis für die grammatischen Charakteristika schriftsprachlicher Kommunikation zu entwickeln und deren systematische Beschreibung im Spannungsfeld zwischen Norm, Gebrauch und Variation zu reflektieren.

 

Literatur:

Dürscheid, C. (2016). Einführung in die Schriftlinguistik. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht.

Koch, P., & Oesterreicher, W. (1985). Sprache der Nähe - Sprache der Distanz: Mündlichkeit und Schriftlichkeit im Spannungsfeld von Sprachtheorie und Sprachgeschichte. Romanistisches Jahrbuch 36, 15-43.

Pafel, J. (2011) Einführung in die Syntax: Grundlagen - Strukturen - Theorien. Stuttgart: JB Metzler.

Kurs im HIS-LSF

Semester: ST 2026