Auf 50 Studierende begrenzte Teilnehmerzahl, Anmeldung erforderlich!
Es ist oft diskutiert worden, ob die Geschichte die ‚Lehrmeisterin des Lebens‘ (Cicero) sein könne. Damit kann die Frage verbunden werden, warum sich eigentlich Schülerinnen und Schüler mit Vergangenheiten beschäftigen sollten, die weit vor ihrer eigenen Lebenszeit liegen. Im Seminar werden verschiedene, historische und gegenwärtige Antworten auf diese Frage diskutiert. Dafür werden vorwiegend Methoden der Schulbuch- und Lehrmittelforschung erprobt, um verschiedene deutschsprachige Geschichtswerke für Kinder und Jugendliche in ihrem historischen Kontext zu analysieren. Es wird sich zeigen, dass oft dieselben Ereignisse mit stark wandelbaren Absichten didaktisiert werden, sodass Schulgeschichtsbücher geradezu als gesellschaftlicher und politischer Spiegel ihrer Zeit gelten können und tiefe Einblicke in die zeitgenössischen Erwartungen an Erziehung und Bildung geben.
- Lehrende/r: Hendrik Holzmüller