Die freiheitstheoretischen Errungenschaften der Aufklärung bilden die Grundlagen unserer heutigen Gesellschaft und sie ist die Leitkategorie individueller Lebensführung. In dieser Gemengelage wird sie für allerlei Begründungsfälle beansprucht, so dass sie wie eine verbrauchte Metapher wirkt. Ihr Gebrauch zehrt besonders von Kants Bestimmung als Selbstgesetz bzw. Autonomie, womit sie den Gegensatz zur Fremdbestimmung bzw. Heteronomie oder gar der Determination bedeutet, insofern damit die Priorisierung der je eigenen Bedürfnisse und Interessen gemeint ist. Doch welche Vorstellungen über die Freiheit gibt es überhaupt? Wie und warum wir sie behauptet? Auf welchen Wegen lässt Freiheit sich begründen? Und warum wird sie bestritten? Was bedeutet „Freiheit“ in unseren aktuellen Lebenszusammenhängen? Diesen Fragen werden wir in der Vorlesung Raum geben und versuchen, sie im historisch-systematischen Panorama zu beantworten – sowohl in philosophischer als auch in theologischer Hinsicht.

Kurs im HIS-LSF

Semester: ST 2026
ePortfolio: No