Auf 35 Studierende begrenzte Teilnehmerzahl, Anmeldung erforderlich!

Immer mehr Schulen implementierten fächerübergreifende Projektunterrichtsformate dauerhaft in ihre Stundentafeln – teilweise für einzelne Jahrgangsstufen, teilweise über alle Schulstufen hinweg. Dabei gilt das Lernen in und durch Projekte einerseits als Heilsversprechen und soll etwa zur Motivationssteigerung, stärkerer unterrichtlicher Partizipation und kritischem wie vernetztem Denken beitragen, an die Lebenswelt der Schüler*innen anknüpfen und handlungsorientiertes Lernen ermöglichen. Sowohl die Auseinandersetzung mit schulischen Konzepten als auch mit Ergebnissen empirischer Forschung deuten auf die Relevanz von Fachlichkeit und Fähigkeiten selbstregulierten Lernens für das Gelingen solcher Formate hin, woraus sich ein Bestreben nach Gleichzeitigkeit beider Zielstellung ableiten lässt. Andererseits zeigen Studien, dass die Fachlichkeit oft prekär ist und in der Praxis zum Beispiel Aspekte der Unterrichtsorganisation die fachlichen Praktiken überfahren. Im Rahmen des Seminars gehen wir der Frage nach, wo und wann für Schüler*innen in Projekten welche Art von Lerngelegenheiten entstehen und welche Möglichkeiten es gibt, fachliches Lernen und den Erwerb von Fähigkeiten selbstregulierten Lernens gleichermaßen zu ermöglichen. Neben einer Betrachtung aus theoretischer Perspektive bilden Unterrichtsbeobachtungen aus einem ethnographischen Forschungsprojekt die Grundlage für Arbeits- und Diskussionsphasen mit dem Ziel der Professionalisierung.

 

Kurs im HIS-LSF

Semester: SoSe 2026