Das Seminar führt ein in religionstheologische Grundfragen anhand von klassischen und neuen Entwürfen aus unterschiedlichen Kontexten. Dabei spielen verschiedene Spannungen eine zentrale Rolle: die zwischen Partikularität und Universalität, sowohl im Umgang mit Wahrheit, als auch im Verständnis von Zugehörigkeit und Gemeinschaft. Grundlegend ist dabei die Spannung von Alterität und Identität, und religionsphilosophisch die Spannung von «Religion» im Singular und «Religionen» im Plural. Eine hermeneutisch wichtige Frage ist, ob und inwiefern die verschiedenen Entwürfe ihre eigene Situiertheit, Historizität und Kontextualität reflektieren, und inwiefern Dynamiken religiöser Pluralität, inklusive von Machtasymmetrien und intersektionalen Fragen, im Blick sind. Daran zeigt sich deutlich, ob Alterität abstrakt oder konkret, statisch oder dynamisch gedacht wird und welche Rolle die Forderung nach Reziprozität spielen kann.

Kurs im HIS-LSF

Semester: ST 2026
ePortfolio: No