Trotz der differenzierteren Sichtweisen, die sich in den letzten Jahrzehnten herausgebildet haben, gilt Giotto nach wie vor als einer der einflussreichten, wenn nicht gar als der einflussreichste Künstler des Trecento. Laut Giorgio Vasari hat Giotto außerdem den alten, „griechischen”, also altmodischen Malstil überwunden und eine neue, natürlichere Malweise eingeführt. Dabei war er nicht nur in unterschiedlichen Bildmedien aktiv (Wandmalerei, Tafelmalerei, Architektur), sondern hat mit seinem Malstil auch eine Florentiner Malrichtung ausgebildet, an der sich die kommenden Malergenerationen ausrichteten. Die Florentiner Malerschule konkurrierte vor allem mit der Sienesischen Malerschule. In der Ausstattung der Basilika San Francesco von Assisi z. B. fanden später beide Schulen Ausdruck an ein- und demselben Ort. Das Seminar führt in Giottos Arbeiten ein und untersucht seine wichtigsten Nachfolger und deren Arbeiten aus beiden Malerschulen.

Als Vorbereitung für das Seminar wird insbesondere die Lektüre von Borsook und Poeschke 2003 (s. Auswahlbibliografie) empfohlen.

Es wird die Fähigkeit zur Lektüre fremdsprachiger Texte, insbesondere auf Englisch, vorausgesetzt.

Prüfungsform- und -methode: BA und MA: Hausarbeit (15 S. Fließtext) und Referat 25 Min.

Sprechstunde: Mittwochs 13:00-13:30 Uhr. Voranmeldung per E-Mail notwendig.

 

Kurs im HIS-LSF

Semester: ST 2026
ePortfolio: No