Die Vorlesung beschäftigt sich mit der Frage danach, wie Menschen zu vollwertigen Mitgliedern von Gesellschaft werden, welche Anforderungen und Herausforderungen sich an die kompetente Teilhabe an Gesellschaft stellen und wie Menschen diese mit welcher Hilfe meistern. Typischerweise geschieht das über Prozesse der Sozialisation, die über die verschiedenen Lebensphasen (Kindheit - Jugend - Erwachsensein - Alter) spezifischen Logiken folgen. In der Vorlesung geht es zunächst darum, Sozialisation begrifflich zu fassen und Lebensphasen als sozial konstruiert sowie die damit verbundenen Sozialisationsaufgaben zu verstehen. Daran anschließend geht es um Fragen, welche Rollen zentrale Sozialisationsinstanzen (Familie - Schule - Peers - Medien - Konsum) dabei spielen, diese Aufgaben zu bewältigen. Anschließend werden Ungleichheitsdimensionen sozialer Herkunft (Race - Class - Gender) in ihrer Auswirkung auf Sozialisationsprozesse erörtert. Ziel der Vorlesung ist es, zu verstehen, wie Sozialisationsaufgaben, -instanzen und -ungleichheiten ineinandergreifen und was es heißt, ein kompetentes Mitglied von Gesellschaft zu werden. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Lebensphase Jugend und darauf, welche Rolle die Schule im Wechselspiel mit anderen Sozialisationsinstanzen hier spielt.

Kurs im HIS-LSF

Semester: SoSe 2026
ePortfolio: Nein