In vielen Regionen Nord-Ghanas werden Frauen noch heute als „Hexen” stigmatisiert, verfolgt und aus ihren Dörfern vertrieben. Unter dem Vorwurf, Krankheiten, Unglücke oder Todesfälle verursacht zu haben, werden sie Opfer von Gewalt, sozialer Ächtung und Menschenrechtsverletzungen. Einige von ihnen finden Zuflucht in sogenannten „Witch Camps“, Lagern, die zugleich Schutzraum und Gefängnis sind. Mit diesem Phänomen befasst sich das Hauptseminar. Im Mittelpunkt stehen die kulturellen, religiösen und gesellschaftlichen Hintergründe sowie die Rolle pfingstcharismatischer Kirchen in diesem Kontext. Das Hauptseminar steht in engem Zusammenhang mit der Studienreise nach Ghana im Sommer 2026, bei der Studierende aus Münster unter anderem ein sogenanntes „Hexendorf“ besuchen werden. Diese Veranstaltung findet in Kooperation mit Lehrenden unserer Partnerhochschule in Tamale (Nord-Ghana) statt. Dieses Seminar ist eine Begleitveranstaltung für die Studienreise nach Ghana im Sommer 2026, die von der KSHG veranstaltet wird (weitere Informationen folgen auf einem Flyer). Darüber hinaus ist das Seminar auch geöffnet für alle anderen interessierten Studierenden.

Kurs im HIS-LSF

Semester: SoSe 2026
ePortfolio: Nein