Solidarität bezeichnet auf der eine Seite eine Beziehung wechselseitiger Verpflichtung und Gemeinsamkeit innerhalb von Gruppen, zum anderen eine Form der Unterstützung, die zwischen Individuen oder Gruppen gewährt wird. In Politik- und Gesellschaftstheorie wird Solidarität als eine Antwort auf die Frage ins Spiel gebracht, was denn moderne individualisierte Gesellschaften noch zusammenhält. In praktisch-politischer Hinsicht wird Solidarität als Voraussetzung und Ziel moderner sozialer Bewegungen aufgerufen. Anders als die Begriffe Freiheit und Gleichheit ist Solidarität in der modernen politischen Theorie jedoch eher vernachlässigt worden. Derzeit wächst jedoch das Interesse an diesem Konzept. Der Standardkurs wird ausgewählte Positionen der Beschäftigung mit dem Begriff Solidarität behandeln und diskutieren.Literatur zur EinführungSangiovanni, Andrea/Viehoff, Juri, 2023: Solidarity in Social and Political Philosophy, in: The Stanford Encyclopedia of Philosophy (Summer 2023 Edition), Edward N. Zalta & Uri Nodelman (eds.), URL = <https://plato.stanford.edu/archives/sum2023/entries/solidarity/>.Weitere Literatur:Bayertz, Kurt (Hrsg.), 2002: Solidarität. Frankfurt am main: Suhrkamp (ULB-online).Sangiovanni, Andrea/Viehoff, Juri B. (eds.), 2024: The Virtue of Solidarity. New York: Oxford University Press (ULB-online).Sangiovanni, Andrea et al., 2024: Solidarity. Manchester: Manchester University Press (open access).
- Lehrende/r: Ulrich Willems