Das Seminar bietet eine systematische Einführung in zentrale morphosyntaktische Strukturen im sprachvergleichenden Kontext. Im Mittelpunkt stehen grundlegende Kategorien wie Wortarten, grammatische Relationen, Argumentmarkierung und Satzbauprinzipien. Die Sitzungen widmen sich anhand ausgewählter Sprachen der Frage, wie morphosyntaktische Muster konstruiert sind, welche Funktionen sie erfüllen und welche typologischen Parameter sie bestimmen. Die Veranstaltung ist an einer konstruktionsgrammatischen Perspektive orientiert, bezieht jedoch gleichermaßen typologische Konzepte und empirische Befunde aus verschiedenen Sprachfamilien ein. Ziel ist es, ein theoretisch wie methodisch fundiertes Verständnis dafür zu entwickeln, wie Sprachen strukturell variieren und welche Implikationen dies für die Analyse grammatischer Kategorien hat. Das Seminar wird einerseits praktische Übungen enthalten; andererseits Lektüreeinheiten, für die jeweils Fachliteratur vorbereitend gelesen wird. Vorkenntnisse in Typologie sind hilfreich, aber nicht zwingend erforderlich. Studierende sollten die Bereitschaft mitbringen, verschiedene Sprachdaten kritisch zu analysieren und unterschiedliche theoretische Ansätze zu vergleichen.
- Lehrende/r: Alexander Zahrer