In ihrem inzwischen klassischen Buch „Metaphors We Live By” (1980) argumentieren George Lakoff und Mark Johnson, dass die metaphorische Sprache kein besonderes Phänomen ist: Metaphern konstituieren die Sprache, auch wenn uns das nicht mehr bewusst ist. Metaphern sind nicht nur eine Frage des Stils – poetisch gegenüber alltäglich –, sondern greifen tief in die Strukturen unseres Denkens ein. Sie werden als Instrumente zur Systematisierung und Äußerung verwendet und sind somit an der kollektiven und intersubjektiven Konstitution von Bedeutungen und Handlungen beteiligt. Lässt sich Ähnliches über Symbole und Analogien behaupten? Und wenn ja, welchen Unterschied gibt es zwischen Analogien, Symbolen und Metaphern? Durch die Lektüre aktueller Theorien werden wir untersuchen, inwiefern sich Symbole, Metaphern und Analogien kognitiv unterscheiden. Die Liste der Lektüre wird in der ersten Sitzung bekannt gegeben.

Kurs im HIS-LSF

Semester: SoSe 2026
ePortfolio: Nein