Dass die Reformation und die Herausbildung unterschiedlicher Konfessionen ein großes Konfliktpotential barg ist hinlänglich bekannt. In den letzten 25 Jahren hat sich die Forschung aber auch verstärkt Phänomen der alltäglichen Koexistenz gewidmet. Weniger gut erforscht sind die nicht-konfessionellen, ‚christlichen‘ Normen und Werte, die auch in der Periode der konfessionellen Zersplitterung das Zusammenleben und die Interaktionen zwischen Christ:innen unterschiedlicher Bekenntnisse erleichterten. Ziel des Masterseminars ist es, diese zunächst gegensätzlichen Befunde der konfessionellen Gegensätze und der dennoch oft unproblematischen Koexistenz zu untersuchen und zu fragen, wie wir als Historiker*innen die verbindlichen aber oft impliziten universellen Handlungsnormen identifizieren und analysieren können.

Kurs im HIS-LSF

Semester: ST 2026
ePortfolio: No