Nicht nur der Kosmos in dem vormoderne Menschen sich verorteten, sondern das gesamte Verhältnis zwischen Mensch und Natur wandelte sich am Beginn der Neuzeit grundsätzlich. Europäer des späten 15. Jahrhunderts hatten bereits begonnen, sich an Exotischem, Außergewöhnlichem und Wundersamem zu erfreuen, es zu diskutieren und das ‚Wundern‘ über die Natur wurde für viele zu einer Form der Meditation über Gottes Phantasie und seinen Plan für die Schöpfung. Gleichzeitig verschoben sich aber auch allmählich die Methoden der Naturbeobachtung ebenso wie die Grenzen dessen, was man für ‚natürlich‘ halten konnte, was außerhalb der natürlichen Varianz lag und wie man solchen unnatürlichen Phänomenen begegnen konnte.
- Lehrende/r: Nikolas Maximilian Funke
Semester: SoSe 2026
ePortfolio: Nein