Traditionellen Erzählungen zufolge begann die Reformation 1517 mit einem Hammerschlag, als Martin Luther mit seinen 95 Thesen die lateinische Christenheit erschütterte. Als ‚Geburtsmoment‘ der Moderne wurde die Reformation zu einem Wendepunkt erklärt, der, so die Karikatur, das ‚finstere Mittelalter‘ beendete und eigentlich schon die Aufklärung auf die Spur setzte. Diese Erzählung ist in fast jeglicher Hinsicht überholt und das Ziel der Vorlesung ist es, die Prozesse des religiösen Wandels in einen breiteren sozialen und kulturellen Kontext einzuordnen und einen Überblick über die aktuelle Forschung zu Reformation und Konfessionalisierung zu bieten.

Kurs im HIS-LSF

Semester: SoSe 2026
ePortfolio: Nein