Die Vorlesung bietet einen Einstieg in die Vergleichende Politikwissenschaft. Im Zentrum steht die Frage, wie wir politische Systeme sinnvoll vergleichen können und was wir dadurch über Politik im Vergleich lernen. Ausgehend von den methodischen Grundlagen des Vergleichs wenden wir uns zunächst den großen Ordnungsfragen moderner Politik zu: der Entstehung von Staat und Nation, Prozessen der Demokratisierung und Revolution sowie den Unterschieden zwischen Demokratien, Autokratien und hybriden Regimen. Darauf aufbauend betrachten wir, wie Verfassungen, Parlamente und Gerichte politische Herrschaft strukturieren und welche Rolle politische Kultur und demokratische Einstellungen für die Stabilität politischer Ordnungen spielen. Im zweiten Teil der Vorlesung verschiebt sich der Fokus auf politische Konflikte und gesellschaftlichen Wandel. Hier behandeln wir Wertewandel, soziale Bewegungen, Parteien, politische Konflikte (Bsp. der traditionelle Konflikt von linker und rechter Politik), Wahlsysteme und schließlich die radikale Rechte als aktuelle Herausforderung demokratischer Politik. Die Vorlesung verbindet damit klassische Fragestellungen des Fachs mit aktuellen politischen Entwicklungen und vergleichenden empirischen Beispielen aus verschiedenen Ländern. Ziel ist es, dass Student*innen ein grundlegendes Verständnis zentraler Begriffe, Theorien und Forschungsbefunde der Vergleichenden Politikwissenschaft entwickeln und einordnen können, wie politische Phänomene über Länder hinweg systematisch analysiert werden. Begleitet wird die Vorlesung durch Tutorien, in denen ausgewählte Texte aus der Vorlesung vertieft gelesen, diskutiert und gemeinsam bearbeitet werden.
Die Klausur findet am 14.07.2026, 12-14 Uhr, statt.
Die Nachschreibeklausur findet am 25.08.2026, 12-14 Uhr, statt.
- Lehrende/r: Daniel Bischof
- Lehrende/r: Maximilian Petersen