Die Zeit um 1800 bedeutete für den Westen Deutschlands eine Zeit massiven Umbruchs: die geistlichen und weltlichen Territorien des Alten Reichs wurden abgelöst und es kam zu einer Angliederung an das napoleonische Frankreich und seine Modellstaaten, bevor 1815/16 die preußischen Provinzen Rheinland und Westfalen begründet wurden. War „Westfalen“ im Alten Reich noch ein lockerer Sammelbegriff für heterogene Territorien zwischen Rhein und Weser, Hessen und der Nordsee, verengten sich seine Grenzen im 19. Jahrhundert nach und nach auf die preußische Provinz. Im Fokus des Hauptseminars stehen politische Zäsuren wie die Säkularisation um 1800 und die Revolution von 1848/49, aber auch der längerfristige Prozess der Provinzbildung, der mit Institutionen wie dem Amt des Oberpräsidenten oder dem Provinziallandtag verbunden ist. Ein letzter Schwerpunkt wird auf konfessionellen Bewegungen und Konflikten in der ersten Jahrhunderthälfte liegen (Erweckungsbewegung, Kölner Wirren).

Kurs im HIS-LSF

Semester: SoSe 2026
ePortfolio: Nein