Wissen ist ein wesentlicher Bestandteil der Gesellschaft und Medien leisten einen wichtigen Beitrag zur Verbreitung von Wissen. Deshalb war die mediale Wissensvermittlung schon früh ein integraler Bestandteil der Medienwirkungsforschung und führte bereits in den 1970er Jahren zur Aufstellung der Wissensklufthypothese. Nach dieser werden durch medialen Wissensinput Wissensunterschiede eher größer als kleiner. Gut 20 Jahre später taucht mit der zunehmenden Verbreitung des Internets ein weiteres Phänomen in den Blick: Unterschiede bei der Verbreitung, Nutzung und Wirkung des Internets zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen, der sogenannte Digital Divide. Im Kurs soll die Entwicklung zwischen beiden anhand von Studien nachvollzogen und bis zur heutigen Zeit fortgeschrieben werden. Ziel ist es, den Beitrag von Medien zur Wissensgesellschaft kritisch zu evaluieren und Probleme dabei zu identifizieren.

Dazu werden wir im Kurs die klassischen Studien lesen und diese mit aktuellen Studien und gegebenenfalls Daten fundieren. Nach dem ersten Drittel der Sitzungen werden eigene Fragestellungen zum Themenfeld entwickelt, dazu Daten und Studien gesucht und die Ergebnisse im Kurs vorgestellt sowie in einer Hausarbeit dokumentiert.

Als Studienleistung werden Texte gelesen und im Kurs eingebracht. Zudem wird eine Fragestellung entwickelt und besprochen.

Als Prüfungsleistung wird eine Hausarbeit zu der Fragestellung geschrieben.

Tichenor, P. J., Donohue, G. A., & Olien, C. N. (1970). Mass Media Flow and Differential Growth in Knowledge. Public Opinion Quarterly, 34(2), 159. https://doi.org/10.1086/267786

Wirth, W. (1997). Von der Information zum Wissen. VS Verlag für Sozialwissenschaften. https://doi.org/10.1007/978-3-322-91678-5

Kurs im HIS-LSF

Semester: SoSe 2026