Kontingenz bedeutet ""Nicht-Notwendigkeit"", aber auch ""faktische Realisiertheit"". Alles Soziale, so heute die überaus verbreitete Annahme in der Soziologie, ist nicht notwendig, nicht von Natur aus, sondern es geht auf ""Konstruktion"" zurück, vielleicht auf Evolution, könnte deshalb im Prinzip auch ganz anders sein. Andererseits lassen sich die Verhältnisse nicht einfach mir nichts dir nichts in Bewegung versetzen, ändern oder ""verbessern"".
Die Vorlesung führt entlang der Frage nach der Kontingenz gesellschaftlicher Verhältnisse (durch Unterscheidung verschiedener Kontingenzen und Betrachtung ihres Verhältnisses zueinander) exemplarisch in grundlegende Probleme und Positionen der soziologischen Theorie ein. Die Vorlesung (eigentlich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer) schließt ab mit einer Klausur und wird von einer Übung begleitet.
- Lehrende/r: Joachim Renn