Dass moralische Bildung – insbesondere im Philosophieunterricht – möglich und nötig ist, scheint auf den ersten Blick selbstverständlich: Wir wollen junge Menschen dazu befähigen, moralisch gut oder zumindest besser zu handeln. Nimmt man diesen Auftrag jedoch philosophisch ernst, zeigt sich schnell, dass er alles andere als trivial ist. Was ist Moral überhaupt – und was soll im Rahmen moralischer Bildungsprozesse gelehrt werden? Kann man Moral überhaupt erlernen wie das Rechnen? Und führt moralisches Lernen tatsächlich zu besserem Handeln? Im Seminar nähern wir uns diesen grundlegenden Fragen unter Einbezug exemplarischer (meta-)ethischer Überlegungen und erarbeiten zentrale Ansätze moralischer Bildung. Darauf aufbauend werden wir aktuelle Debatten in der Philosophiedidaktik aufgreifen und diese Fragen im Lichte weiterer bildungsphilosophischer Überlegungen – etwa zu Indoktrination und Pluralismus – vertiefen.
- Lehrende/r: Jule Bärmann