Flucht ist ein viel diskutiertes globales Phänomen. Weltweit tragen gewaltsame Konflikte dazu bei, dass Menschen gezwungen sind, ihre Heimat zu verlassen und andernorts Schutz und Sicherheit zu suchen. Aber wie genau hängen gewaltsame Konflikte und Flucht zusammen? Und welche geschlechtsspezifischen Gefahren und Herausforderungen können geflüchtete Menschen in Konflikten, auf der Flucht und in Aufnahmesituationen ausgesetzt sein? Diesen Fragen widmet sich das Seminar mit einem regionalen Fokus auf den afrikanischen Kontinent.

 

Das Ziel ist es, sich kritisch mit den Zusammenhängen von Konflikt, Flucht und Geschlecht auseinanderzusetzen und regionale Perspektiven sowie Dynamiken in Afrika kennenzulernen, einzuordnen und zu reflektieren. Zu diesem Zweck stützen wir uns auf politikwissenschaftliche Debatten aus den Bereichen Gender Studies, Friedens- und Konfliktforschung sowie Fluchtforschung.

 

Zunächst werden in einführenden Auseinandersetzungen Grundlagen gelegt, zentrale Betriff und Konzepte diskutiert sowie vielfältige Realitäten auf dem Kontinent beleuchtet. Der zweite Teil des Seminars baut auf diesen Diskussionen auf und widmet sich der tiefergehenden Beleuchtung einzelner Fallbeispiele wie konfliktbedingter Gewalt im Sudan, der Situation von Binnenvertriebenen in der Demokratischen Republik Kongo, dem Konflikt im Südsudan oder gewaltsamen Auseinandersetzungen in Somalia. In Projektarbeit werden die Teilnehmenden Konfliktbedingungen und Fluchtbewegungen aus geschlechtersensibler Perspektive untersuchen und im Seminar diskutieren, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den Fällen herauszuarbeiten. Prüfungsleistungen erarbeiten ebenfalls eine Fallstudie in Form einer Hausarbeit oder einer mündlichen Prüfung.

Kurs im HIS-LSF

Semester: ST 2026