Auf ihren Wanderungen nach Italien und auf die Balkanhalbinsel im 4. und 3. Jh. v. Chr. lernten die sogenannten Kelten mediterranes Münzwesen kennen. Ab dem 3. Jh. v. Chr. wurden die ersten Goldmünzen nördlich der Alpen im Bereich der den Kelten zugeschriebenen eisenzeitlichen Latènekultur geprägt. Mit der Entwicklung der präurbanen Oppidakultur in der jüngeren Latènezeit (2./1. Jh. v. Chr.) bekamen Münzen dort eine immer größere Bedeutung. Allerdings wurden sie nicht immer und nicht überall als reine Zahlungsmittel im Sinne einer Geldwirtschaft eingesetzt. Die Verwendung von Münzen war vielschichtig und regional unterschiedlich. Sie berührt Fragen der Sozialstruktur und der Religion ebenso wie Fragen nach der Ökonomie der spätlatènezeitlichen Gesellschaft. In der Übung soll in Form von Referaten ein Überblick über das keltische Münzwesen erarbeitet und so ein tieferer Einblick in die schon städtisch geprägte Oppidakultur gewonnen werden.

Kurs im HIS-LSF

Semester: ST 2026
ePortfolio: No