Das pentekostal-charismatische Christentum, entstanden im frühen 20. Jahrhundert in den USA, hat sich im Laufe des 20. Jahrhunderts weltweit verbreitet und zählt heute gemeinsam mit evangelikalen Gruppierungen zu den dynamischsten Strömungen im globalen Christentum. In der Forschung werden diese oft unter dem Label ‚EPCB‘ (Evangelikale, Pentekostale und Charismatische Bewegungen) zusammengefasst. In dem Seminar, das nach einer Einführungssitzung in drei Blöcken durchgeführt wird, erarbeiten sich die Studierenden Kenntnisse hinsichtlich der historischen Entwicklung des pentekostal-charismatischen Christentums im protestantischen ebenso wie im katholischen Feld und der gängigen Typisierung dieser außerordentlich heterogenen Bewegung (in ‚klassisch‘ pentekostal, charismatisch und neo-pentekostal/neo-charismatisch) und ihres Verhältnisses zum evangelikalen Christentum. Eine Auseinandersetzung mit der spezifischen Frömmigkeitskultur der EPCB ist ebenso Seminarthema wie ihre Beziehung zu den mainline-Kirchen. Auch soll den Kontextbedingungen, in denen sich das pentekostal-charismatische Christentum besonders erfolgreich entfaltet (oder im Gegenteil kaum Resonanz entfacht), nachgegangen werden. Schließlich sollen die politischen Orientierungen und die Positionierung des EPCB zu ausgewählten gesellschaftlichen Fragen (etwa Gender) eruiert und zum religiös-theologischen Profil dieser Gruppierungen ins Verhältnis gesetzt werden.

Kurs im HIS-LSF

Semester: SoSe 2026
ePortfolio: Nein