" Identitätsfragen werden erstmals in den diffusen Zeiten der Adoleszenz relevant. Allerdings haben auch in jüngster Zeit gesellschaftliche Identität war lange Zeit als Zielpunkt von Sozialisation mit klarem Zielpunkt verstanden worden, gewisse mögliche Änderungen bezogen sich dann auf Altersphasen. Klare Abgrenzungen zwischen Kind, Jugend und vor allem Erwachsen-Sein, zwischen Geschlechtern, eindeutige Berufsidentitäten etc. Diese Einordnungen sind in der Soziologie mit dem Strukturfunktionalismus verbunden. Wir werden uns anschauen, wie das bei Parsons angelegt worden ist. Wir werden aber auch einen Schritt zurückgehen und feststellen, dass bei Mead, Adorno aber auch Arendt schon alternative Deutungsmuster entwickelt worden sind. Neuere Entwicklungen (Individualisierung und Globalisierung) haben zu Verunsicherungen der Identitätsfragen geführt. Plötzlich ist vieles unklarer geworden. Sichere Einordnungen in die oben genannten Kategorien sind erschüttert. Wir werden neuere, dekonstruktivistische Debatte um die Veränderung und Erweiterung von Identitäten erörtern (U.Beck, Butler). Ein weiterer Akzent wird auf Identitätsentwicklungen im Kontext von YouTube, Instagram & Co gelegt werden. Literatur wird zu Beginn der Veranstaltung bekannt gegeben."

Kurs im HIS-LSF

Semester: SoSe 2026